
Love is Beautiful. Compulsory heterosexuality plus commercialized romance are not. Occupy Valentine’s Day.
Das Schildchen, das meine Freundin Jill von feministe hier hoch hält, ist Teil einer Aktion, die erst gestern das Licht der Welt erblickte und doch schon lange überfällig war: Occupy Valentine’s Day!
Unter dem fantastischen Motto “Down with couple-talism!” sammelt das tumblr von Samhita Mukhopadhyay* Statements zum Valentinstag und den diversen verkorksten Ansichten, die damit einhergehen bzw. wie wir uns dagegen wehren.
Denn für Singles ist der Tag furchtbar, weil er ihnen unter die Nase hält, dass sie alleine (ließ: einsam) sind und damit nicht perfekt in einer Welt, die Lebensentwürfe als Individuum nicht versteht, geschweige denn unterstützt – da kann mensch sich noch so gut in einem großen Kreis liebevoller Freundinnen und Freunde aufgehoben fühlen.
Paare setzt der Valentinstag dagegen unter Druck, Statussymbole für Gefühle zu finden, die doch eigentlich einzigartig sind und nicht nur an einem bestimmten Tag Wertschätzung erfahren sollten. Erst recht nicht, wenn eine ganze rosarotfarbene Industrie dahinter steckt, die sogar gänzlich alle Paare ausklammert, die nicht dem blinden Standard “Boy meets Girl” entsprechen.
Ihr seht also, es gibt genügend Gründe zu zeigen, weshalb der 14. Februar an seinem Ziel die Liebe zu feiern, vollkommen vorbeischießt. Außerdem gilt es dieser Welt bewusst zu machen, dass Beziehungen unendlich viele Facetten haben und unsere Gefühle dafür nicht auf Knopfdruck mit Schokolade, Blumen oder anderem Schischi aufzuwiegen sind. The Power of Love, quasi. Macht mit: egal ob auf Englisch oder Deutsch oder der Sprache der Liebe (*hust*), schließlich ist die Occupy-Bewegung auch eine internationale.
* Samhita ist übrigens auch Autorin meines Lieblingsbuchs 2011, dem selbstredend unfassbar guten “Outdated: Why Dating is Ruining Your Love Life” und darüber hinaus auch noch Chefredakteurin von Feministing.com. Alles in allem eine dufte Frau, nuff said.