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Archiv für November 2008

It’s oh so quiet at the Luminaire. Sehr beneidenswert.


Foto CC by imajes

(via)

Hoffentlich bekommt hier Niemand gekürzte Titel im Feedreader. In den letzten Tagen und Wochen haben sich einige Wendungen ereignet mit denen man so einfach nicht rechnen konnte. Alles begann mit einem Ausflug nach Island, ich sollte irgendwelche geschäftlichen  Dinge für uns klären – eigentlich weiß ich bis heute nicht so genau was ich dort sollte.

Letztendlich kam die Finanzkrise über Nacht, in Island ging alles drunter und drüber und ich war da irgendwo mittendrin. Verloren in einer kleinen Blockhütte im Nichts. Anne reagierte auf meine, wie sie sagte, herzzerreißende Nachricht und ließ mir ein kleines Couvert zukommen. Darin befand sich ein Fluggutschein, zurück nach Hause. Hach.  Sie hatte ihre kurze Nachricht auf Esspapier geschrieben.

Ich eilte zum Flughafen und drücke der Frau den Zettel, äh Gutschein mit ein paar notdürftig daran geklebten Geldscheinen in die Hand und sagte ich wolle sofort den nächsten  Flug nehmen. Sie wollte gerade ansetzen mir zu erklären, dass da irgendwas nicht ginge und alles etwas kompliziert sei und ob ich das so den überhaupt wolle, aber dann sah sie das Glänzen in meinen Augen. Die glühende, pure Hoffnung. Sie nickte kurz und hämmerte anschließend gefühlte 3 Stunden auf ihre Tastatur ein.

Ich solle zur kleinen Startbahn am Ende des Flughafens gehen. Ich dachte mir nichts weiter dabei und stieg in die kleine Maschine ein. Ich dachte mir auch nichts weiter als ich beim abheben der Maschine feststellte, das ich der einzige Passagier war. Ich meine, hey – Anne hatte auf Esspapier geschrieben. 

In der Luft in Richtung Heimat warf ich noch mal einen Blick auf den Gutschein, irgendwas stimmte da nicht. Oh. Jemand hatte den Punkt „Berlin“ unter „Destination“ durchgestrichen und mit krakeliger Schrift durch „Alaska“  ersetzt. Oh. Es war mir nicht aufgefallen, ich hatte für etwa 2 Tage keine Cola mehr getrunken.

An die folgenden 7 Stunden kann ich mich nicht mehr erinnern, erst als wir landeten wurde ich wieder wach,  als ich mit dem Kopf gegen die Flugzeugdecke krachte. Woah! Es war tatsächlich eins dieser Wasserflugzeuge, wie in diesen Filmen am Sonntagnachmittag. Aber egal, ich wollte ja wieder nach Hause und so versuchte ich dem Pilot meine missliche Lage nahezubringen. Aufgrund seiner Frisur hatte ich kurzzeitig Angst zusätzlich auch noch in der Zeit gereist zu sein. Aber selbst wenn, ich hatte schon viel über die Achtziger gelesen.

Aber nichts schien Mister Nice Guy im Cockpit  bewegen zu können, er zuckte kurz mit den Schultern, dann zweimal mit den Augenbrauen, dann wieder mit den Schultern und schmiss ich im hohen Bogen aus dem Flugzeug.  Ehe ich mich im Sumpf des Ufers wieder halbwegs gesammelt hatte, hatte er den Motor bereits wieder angeworfen und machte sich für einen Start klar.

Er glitt langsam auf dem Wasser dahin und ich konnte ihm nur noch die Frage hinterher werfen wo ich denn hier eigentlich bin. „Alaska!“ rief er, ich rief zurück „Alaska – Alaska?“, doch da hob er schon ab und hatte nur noch ein müdes Winken für mich übrig.

Die darauffolgenden Tage verbrachte ich in der Einöde irgendwo tief in Alaska, verlor aber nie den Willen schon bald wieder zu Hause zu sein. Es war eine lange Reise, hier ein kleiner Teil davon:

Mittlerweile bin ich wieder in menschlicher Zivilisation und habe, noch viel wichtiger, Internetzugang! Ich möchte deshalb die Gelegenheit nutzen, an dieser Stelle einen kleinen Beitrag über meinen Kampf gegen die Eigenheiten Alaskas zu zeigen, bittesehr:

 


Direktumherkullern

Der Mann vom Imbiss an der Ecke meinte ich hätte gute Chancen bald wieder zu Hause zu sein, der nächste Flughafen sei nicht weit weg von hier. Ich werde mir das nötige Geld für das Rückflugticket mit Stepptanz verdienen und in wenigen Tagen ist schon wieder alles beim Alten. Wir sehen uns in Kürze.

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Das wunderbare Lied in dem kleinen Filmbeitrag stammt vorn Björn Kleinhenz und kann hier neben anderen Audio-Köstlichkeiten heruntergeladen werden. 
Die Fotos stammen (in angezeigter Reihenfolge) von:
karpov, greenbroke, alaskan dude.

Und zwar eine Meeenge Alkoholika! Was der olle Dabbelju nach seinem Abgang so treiben wird, sieht man in diesen bewegenden bewegten Bildern aus der nahen (YEAH!) Zukunft:


Direkt einen heben

Jenes amüsante Musikvideo wurde Ihnen übrigens präsentiert von der wirklich tollen Band mit dem wirklich seltsamen Namen: Margot and the Nuclear So and So’s.

(via)

Bereits aus dem Jahr 2002 stammt J’attendrai le suivant, ein Kurzfilm von Philippe Orreindy. Ich kannte ihn bis vor kurzem noch nicht und spare mir daher die großen Worte. Seht einfach selbst:


Direkt warten

(via)

Ich weiß, ich weiß, Halloween ist eigentlich schon längst wieder kommerzielle Gruselgeschichte! Aber an dieser kleinen Dame komme ich schlicht nicht vorbei. Seltsamerweise scheint sie hier das Saure bekommen zu haben, derweil sich ihr Kürbis süß was grinst. Herrlich.


Foto CC by stevechasmar

(Übrigens empfehle ich auch dringend, den gesamten Flickr-Stream von Steve Chasmar zu durchforsten. Es gibt zwar nicht viel unter CC-Lizenz, aber doch so einige Perlen zu entdecken.)

Am Anfang denkt man: Was will die junge Dame mit dem krassen Gerät? Dann weiß man bald: Ach, toll! Um sich kurz darauf wieder zu fragen: Was um alles in der Welt ist denn das für ein krasses Gerät?


Do it direkt

(via)